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2. Dezember 2019 15:48 Uhr

Kraftstoffpreise im November

  • Super E10 am günstigsten in Nürnberg, Dortmund und Mannheim 
  • Super E10 am teuersten in Frankfurt, Bremen und Wuppertal sowie Leipzig 
  • Diesel am günstigsten in Dortmund, Bonn und Bochum 
  • Diesel am teuersten in München, Stuttgart und Wuppertal 
  • Frankfurt zum neunten Mal unter den teuersten Tankstädten Deutschlands 2019 

Nürnberg, 2. Dezember 2019. Die Preise für Super E10 und Diesel haben sich im November gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Das geht aus der monatlichen Auswertung der Kraftstoffpreise des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de hervor. Seit Mai waren die Preise für Super E10 monatlich gefallen. Im November kostete der Liter im bundesweiten Durchschnitt 1,3757 Euro – das waren 0,02 Cent mehr als im Oktober. Die Preise für Diesel waren hingegen im September und Oktober zweimal in Folge gestiegen. Im  November rutschten sie leicht um durchschnittlich 0,6 Cent auf 1,2498 Euro. 

„Ein zeitweise schwächelnder US-Dollar, steigende US-Ölreserven, die Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China sowie die Aussicht auf einen Fortbestand der Förderkürzungen durch die OPEC-Staaten und ihre Verbündeten haben im November zu einem fortwährenden Auf und Ab der Rohölnotierungen geführt. Allerdings: Während die Rohölpreise im durchschnittlichen Monatsverlauf gestiegen sind, sind die Kraftstoffpreise auf dem Vormonatsniveau geblieben“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken.     

Gegenüber Mai, dem bisher teuersten Tankmonat 2019, war der Preis pro Liter Super E10 im November etwa 12 Cent, der Liter Diesel rund 4 Cent günstiger. Auch verglichen mit dem Vorjahresmonat – dem teuersten Kraftstoffmonat 2018 – zeigte sich bei beiden Kraftstoffsorten ein deutliches Minus: Etwa 14 Cent weniger als vor einem Jahr kostete im November der Liter Super E10, 17 Cent weniger der Liter Diesel.

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 wurden im November im bundesweiten Schnitt 330,17 Euro aufgerufen. Das waren insgesamt rund 5 Cent mehr als im Oktober, rund 29,88 Euro weniger als im teuren Mai und rund 13,75 Euro mehr als im Februar, dem bisher preisgünstigsten Super-E10-Monat 2019. Für die gleiche Menge Diesel zahlten Autofahrer im November im Bundesschnitt 299,95 Euro – und damit etwa 1,44 Euro weniger als im Vormonat, 10,78 Euro weniger als im teuren Mai und 4,27 Euro mehr als im Januar, dem bisher günstigsten Dieselmonat des Jahres.

Teuerste und günstigste Tanktage 

Die beiden teuersten Tanktage waren für Super E10 Donnerstag, der 7. November, sowie Samstag, der 30. November. Durchschnittlich 1,3820 Euro kostete der Liter an diesen beiden Tagen im Schnitt. Der durchschnittlich höchste Dieselpreis wurde wiederum am Freitag, den 29. November, mit 1,2560 Euro pro Liter aufgerufen. Günstigster Tanktag für beide Kraftstoffsorten war der 21. November. 1,3650 Euro kostete an diesem Donnerstag der Liter Super E10, 1,2440 Euro der Liter Diesel. 

Benzin-Dieselschere öffnet sich wieder

Im November war der Liter Super E10 rund 13 Cent teurer als der Liter Diesel. Die mittlere Preisdifferenz gegenüber Oktober hat sich damit um rund 1 Cent pro Liter erhöht. Damit öffnet sich die Benzin-Dieselschere zum ersten Mal seit vier Monaten wieder leicht. Steffen Bock: „Die meisten Haushalte haben ihre Heizölvorräte bereits aufgefüllt. Damit wird der Dieselpreis nicht mehr so stark gegenüber dem Benzinpreis getrieben, wie dies in den vergangenen Monaten der Fall gewesen ist.“ 

Zum vierten Mal in Folge: Frankfurt am Main ist teuerste Tankstadt Deutschlands 

Beim Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte belegte Nürnberg im November Platz eins der günstigsten Super-E10-Tankstädte. 1,3499 Euro kostete der Liter Super E10 hier im Monatsschnitt. Auf Platz zwei folgte Dortmund mit 1,3508 Euro pro Liter. Damit schaffte es die Rhein-Ruhr-Metropole zum vierten Mal in Folge unter die Top drei in dieser Kategorie. Rang drei erreichte Mannheim mit 1,3544 Euro pro Liter. 

Teuer hingegen war das Tanken für Autofahrer in Frankfurt am Main (1,3936 Euro), Bremen und Wuppertal (jeweils 1,3815 Euro) sowie Leipzig (1,3776 Euro). Frankfurt wurde damit zum vierten Mal in Folge die teuerste Tankstadt Deutschlands und erreichte zum neunten Mal in diesem Jahr einen Platz in den Top drei dieser Kategorie. Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten im November in Frankfurt rund 334,46 Euro und damit gut 10,49 Euro mehr als im günstigen Nürnberg. 

Beim Rennen um die Poleposition der günstigsten Diesel-Tankstädte hatte im November Dortmund die Nase vorn. 1,2237 Euro kostete hier der Liter im Schnitt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Bonn (1,2285 Euro) und Bochum (1,2309 Euro). Am meisten zahlten Dieselfahrer hingegen in München (1,2520 Euro), Stuttgart (1,2509 Euro) und Wuppertal (1,2487 Euro). 

Preise könnten im Dezember leicht steigen

„Zwar sind die US-Rohölreserven im November wieder gestiegen und der Handelsstreit zwischen den USA und China schwelt weiter. Er drosselt bereits seit Monaten die globale Konjunktur und damit die Rohölnachfrage. Beides setzt die Rohölpreise unter Druck. Vermutlich werden die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) und ihre Verbündeten jedoch am 5. Dezember in Wien beschließen, ihre aktuell vereinbarten Förderkürzungen bis Mitte 2020 zu verlängern. Damit sollen die Preise gestützt werden. Zudem starten bald deutschlandweit nahezu zeitgleich die Weihnachtsferien. Beides spricht für steigende Preisen an den Zapfsäulen im Dezember“, erläutert Steffen Bock.

Der Experte rät Autofahrern daher insbesondere zu den Feiertagen und in den Ferienzeiten, die Preise entlang geplanter Fahrtrouten vorausschauend und regelmäßig via App, Navigationsgerät oder dem Internet zu vergleichen. Beachten sollten sie dabei die vielfachen, teils enormen Sprünge im Tagesverlauf und zwischen den Anbietern. Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr und ab 18 Uhr am Abend.