Möchten Sie unsere Android App installieren?

4. November 2019 10:45 Uhr

Kraftstoffpreise im Oktober

  • Benzinpreise sinken den fünften Monat in Folge 
  • Dieselpreise ziehen wiederholt an 
  • Super E10 am günstigsten in Dortmund, Bonn und Nürnberg und am teuersten in Frankfurt, Leipzig und Hannover 
  • Diesel am günstigsten in Bonn, Dortmund sowie in Essen und Düsseldorf und am teuersten in Dresden, Frankfurt und Nürnberg

 

Nürnberg, 4. November 2019. Obwohl noch kein Schnee in Sicht ist: Die Rutschpartie an den deutschen Zapfsäulen geht weiter. Bereits seit Mai fallen die Preise für Super E10 monatlich. Im Oktober kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt 1,3755 Euro. Das war rund 1 Cent weniger als im September. Dieselfahrern brachte der Oktober hingegen kaum Veränderung. 1,2558 Euro kostete der Liter Diesel im Monatsmittel. Das war etwa ein Viertel Cent mehr als im Vormonat. Zu diesen Ergebnissen kommt die monatliche Auswertung der Kraftstoffpreise des Verbraucherinformationsdienstes www.clever-tanken.de.  

Gegenüber Mai, dem bisher teuersten Jahrestankmonat, war der Preis pro Liter Super E10 im Oktober etwa 12 Cent, der Liter Diesel rund 4 Cent günstiger. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat zeigte sich bei beiden Kraftstoffsorten ein deutliches Minus: Je etwa 13 Cent weniger kosteten der Liter Super E10 und der Liter Diesel.

„Grundsätzlich sind die Kraftstoffpreise auf hohem Niveau in den Oktober gestartet, dann aber Woche für Woche gefallen. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Mitte September bei Drohnen-Angriffen zerstörten Ölanlagen in Saudi-Arabien repariert und wieder in Betrieb genommen wurden. Darauf haben die Ölmärkte schnell reagiert, was sich auch an den Zapfsäulen widergespiegelt hat“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von www.clever-tanken.de.

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 wurden im bundesweiten Schnitt 330,12 Euro aufgerufen. Das waren rund 3,41 Euro weniger als im September, rund 29,93 Euro weniger als im teuren Mai, aber rund 13,70 Euro mehr als im Februar, dem bisher preisgünstigsten Super-E10-Monat 2019. Nicht ganz so deutlich zeigten sich die Preisunterschiede im Oktober für die gleiche Menge Diesel. 301,39 Euro zahlten Autofahrer dafür im Bundesschnitt – etwa 60 Cent mehr als im Vormonat, 9,34 Euro weniger als im teuren Mai und 5,71 Euro mehr als im Januar, dem bisher günstigsten Dieselmonat des Jahres.

Am teuersten waren Super E10 und Diesel am Sonntag den 6. Oktober mit durchschnittlich 1,3920 Euro beziehungsweise 1,2650 Euro pro Liter. Der gleiche Preis wurde für den Liter Diesel zudem am Dienstag, den 1. Oktober aufgerufen. Der günstigste Tanktag war für beide Kraftstoffsorten Donnerstag, der 24. Oktober. 1,3620 Euro kostete an diesem Tag der Liter Super E10, 1,2480 Euro der Liter Diesel.

Benzin-Dieselschere klappt weiter zu

Im Oktober war der Liter Super E10 rund 12 Cent teurer als der Liter Diesel. Die mittlere Preisdifferenz gegenüber September hat sich damit um rund 2 Cent pro Liter verringert. Bereits seit Juli schließt sich die Benzin-Dieselschere monatlich um einige Cent. Eine Ursache dafür sieht Steffen Bock darin, dass viele Haushalte den Herbstbeginn dazu nutzen, um ihre Heizölvorräte aufzustocken. Das treibt den Dieselpreis, der daher trotz fallender Rohölnotierungen im Schnitt nicht so stark fällt wie der für Benzin.

Frankfurt am Main zum dritten Mal in Folge teuerste Tankstadt Deutschlands

Der Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte zeigt: Dortmund belegte im Oktober Platz eins der günstigsten Super-E10-Tankstädte der Republik. 1,3472 Euro kostete der Liter Super E10 hier im Monatsschnitt. Damit schaffte es die Rhein-Ruhr-Metropole zum dritten Mal in Folge unter die Top drei in dieser Kategorie. Auf den Plätzen zwei und drei der günstigsten Super-E10-Tankstädte folgten Bonn (1,3505 Euro) und Nürnberg (1,3513 Euro). Teurer war das Tanken hingegen für Autofahrer in Frankfurt am Main (1,3935 Euro), Leipzig (1,3785 Euro) und Hannover (1,3757 Euro). Frankfurt wurde damit zum dritten Mal in Folge die teuerste Tankstadt Deutschlands. 2019 war die größte Stadt Hessens bereits fünf Mal auf diesem Rang. Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten im teuren Frankfurt im Oktober rund 334,44 Euro und damit gut 11,11 Euro mehr als im günstigen Dortmund.

Der Blick auf die Verteilung der günstigsten Diesel-Tankstädte des Monats zeigt: Die Metropolregion Rhein-Ruhr hatte auch hier die Nase vorn. Platz eins der günstigsten Dieselstädte belegte Bonn mit 1,2284 Euro pro Liter – und schaffte es damit zum zweiten Mal in Folge auf die Poleposition. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Dortmund (1,2303 Euro) sowie Essen und Düsseldorf mit jeweils 1,2374 Euro. Am meisten zahlten Dieselfahrer hingegen im Oktober in Dresden (1,2578 Euro), Frankfurt am Main (1,2545 Euro) und Nürnberg (1,2543 Euro).

Ölpreisrallye Anfang November erwartet

„Nachdem Saudi-Arabien seine Produktionskapazitäten bis Ende September überwiegend wiederhergestellt hatte, entspannte sich im Oktober die Lage am Ölmarkt. Das änderte sich Ende Oktober allerdings mit der Meldung über einen überraschend deutlichen Rückgang der Ölreserven in den USA. Am Markt war ein erneuter Anstieg erwartet worden. Die gemeldeten Lagerdaten hatten unmittelbar zu starken Sprüngen der Ölpreise geführt“, erläutert Steffen Bock. Ein weiterer Grund, warum der Ölpreis in den kommenden Wochen weiter nach oben schnellen könnte: Ende Oktober war ein Leck an der Keystone-Pipeline entdeckt worden. Die Leitung transportiert Rohöl von Kanada in die USA, unter anderem zum Umschlagplatz für Erdöl in Cushing. Aufgrund des Lecks musste ein Teil der Pipeline vorläufig geschlossen werden. „Autofahrer sollten daher die Entwicklungen an den Zapfsäulen im November beobachten und auf günstige Phasen im Tagesverlauf achten“, erklärt Steffen Bock. Der Experte rät Autofahrern, die Preise entlang geplanter Fahrtrouten regelmäßig via App, Navigationsgerät oder dem Internet zu vergleichen. Beachten sollten sie dabei die vielfachen, teils enormen Sprünge im Tagesverlauf und zwischen den Anbietern. Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr und ab 18 Uhr am Abend.