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2. Oktober 2019 10:59 Uhr

Kraftstoffpreise im September

Benzinpreise im September: Rutschpartie an den Zapfsäulen geht in die vierte Runde Benzinpreise fallen den vierten Monat in Folge Dieselpreise ziehen an Super E10 am günstigsten in Bremen, Dortmund und Berlin und am teuersten in Frankfurt, Stuttgart und München Diesel erneut am günstigsten in Bonn, Bremen und Bochum sowie am teuersten in Frankfurt, Nürnberg und München Nürnberg, 1. Oktober 2019. Autofahrer konnten sich im September freuen: Die Preise an den deutschen Zapfsäulen rutschten für Super E10 den vierten Monat in Folge – trotz der Drohnen-Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. „In den ersten beiden Septemberwochen verharrten die Kraftstoffpreise zunächst relativ stabil auf dem Niveau der letzten Augustwoche. Die Attacke in der Nacht auf den 14. September markierte dann eine Zäsur. Zunächst sprangen die Preise an den Ölmärkten nach oben – und mit einem dreitägigen Zeitverzug auch die an den Tankstellen. Allerdings erholten sich insbesondere die Preise für Super E10 parallel zu den Rohölnotierungen schnell wieder“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von www.clever-tanken.de. Den monatlichen Auswertungen des Verbraucherinformationsdienstes zufolge kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt 1,3897 Euro. Das waren rund 2 Cent weniger als im August. Für den Dieselpreis ging es hingegen aufwärts, was nach den Worten Bocks an der erhöhten Heizölnachfrage liegt. Der Liter kostete im September 1,2533 Euro – rund 2 Cent mehr als im Vormonat. Günstigster Tanktag war für beide Kraftstoffsorten Donnerstag, der 5. September. 1,3720 Euro kostete an diesem Tag der Liter Super E10, 1,2260 Euro der Liter Diesel. Am teuersten waren Super E10 und Diesel am Mittwoch den 18. September mit durchschnittlich 1,4190 Euro beziehungsweise 1,2850 Euro pro Liter. Gegenüber Mai, dem bisher teuersten Tankmonat 2019, war der Preis pro Liter Super E10 etwa 11 Cent, der Liter Diesel rund 4 Cent günstiger. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat zeigte sich bei beiden Kraftstoffsorten ein deutliches Minus: Etwa 10 Cent weniger kostete der Liter Super E10, rund 8 Cent weniger der Liter Diesel. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 wurden im bundesweiten Schnitt 333,53 Euro aufgerufen. Das waren rund 3,65 Euro weniger als im August, 26,52 Euro weniger als im teuren Mai, aber rund 17,11 Euro mehr als im Februar, dem bisher preisgünstigsten Super-E10-Monat 2019. Wiederholt nicht ganz so deutlich zeigten sich die Preisunterschiede im September für die gleiche Menge Diesel. 300,79 Euro zahlten Autofahrer dafür im Bundesschnitt – etwa 4,58 Euro mehr als im Vormonat, 9,94 Euro weniger als im teuren Mai und 5,11 Euro mehr als im Januar, dem bisher günstigsten Dieselmonat des Jahres. Benzin-Dieselschere schließt sich weiter Der Liter Super E10 war im September rund 14 Cent pro Liter teurer als der Liter Diesel. Damit hat sich die mittlere Preisdifferenz gegenüber August um rund 3 Cent pro Liter verringert. Bereits seit Juli schließt sich die Benzin-Dieselschere monatlich. Eine Ursache dafür sieht Steffen Bock darin, dass viele Haushalte günstige Dieselperioden und die Zeit vor Herbstbeginn dazu nutzen, um ihre Heizölvorräte aufzustocken. Das treibt den Dieselpreis, der daher bei fallenden Rohölnotierungen im Schnitt nicht so stark fällt wie der für Benzin. Bremen zum dritten Mal in Folge Sieger der günstigsten Super-E10-Metropolen Beim Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte belegte Bremen zum dritten Mal in Folge Rang eins unter den günstigsten Super-E10-Tankmetropolen. 1,3572 Euro kostete hier der Liter Super E10 im Monatsschnitt. Damit landete die Hansestadt sogar zum fünften Mal in Folge auf den beiden vorderen Plätzen in dieser Kategorie. Die Plätze zwei und drei belegten im September Dortmund (1,3573 Euro) und Berlin (1,3612 Euro). Am meisten zahlten Autofahrer hingegen für den Liter Super E10 wiederholt in Frankfurt am Main (1,4061 Euro), Stuttgart (1,4018 Euro) und München (1,3980 Euro). Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten im teuren Frankfurt rund 337 Euro und damit gut 12 Euro mehr als im günstigen Bremen. Der Vergleich der günstigsten Dieselstädte zeigt ebenfalls kaum Veränderungen zum Vormonat – wobei sich die Erstplatzierungen nur aus den vierten Nachkommastellen ergeben. Bonn kletterte von Platz zwei auf die Poleposition mit 1,2311 Euro pro Liter. Bremen (1,2312 Euro) rutschte vom ersten auf den zweiten Platz. Bochum verteidigte seine Position auf Platz drei (1,2318 Euro). Auch auf den vorderen Rängen der teuersten Dieselstädte gab es gegenüber August kaum Veränderungen. Frankfurt am Main (1,2640 Euro) wechselte vom dritten auf den ersten Platz. Nürnberg (1,2578 Euro) fiel von Platz eins auf Platz zwei und München (1,2556 Euro) vom zweiten auf den dritten Rang. München kam damit zum 14. Mal nacheinander unter die Top 3 der teuersten Dieselstädte der Republik. Ausblick für den Oktober „Nachdem Saudi-Arabien seine Produktionskapazitäten bis Ende September überwiegend wiederhergestellt hat, hat sich die Lage am Ölmarkt beruhigt. Der Großteil der zwischenzeitlichen Preisaufschläge ist mittlerweile wieder verschwunden. Darüber hinaus hält der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China den Rohölpreis in Schach. Er drosselt bereits seit Monaten die globale Konjunktur und damit auch die Rohölnachfrage. Diese Entwicklungen spiegeln auch die günstigen Preise an den Zapfsäulen wider“, erklärt Steffen Bock. Trotz der Ende September vergleichsweise wieder niedrigen Kraftstoffpreise weist Bock auf die steigende Nachfrage nach Heizöl hin. Diese könnte zumindest den Dieselpreis im Oktober weiter treiben. Zudem starten in allen Bundesländern zeitversetzt über den gesamten Oktober hinweg die Herbstferien. Bock rät Autofahrern daher, die Preise entlang geplanter Fahrtrouten regelmäßig via App, Navigationsgerät oder dem Internet zu vergleichen. Beachten sollten sie dabei die vielfachen, teils enormen Sprünge im Tagesverlauf und zwischen den Anbietern. Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr und ab 18 Uhr am Abend.