Für viele Liebhaber klassischer Motoren schien die Sache längst entschieden: Der Verbrenner ist ein Auslaufmodell, die Zukunft gehört dem E-Auto. Fahrverbote, CO₂-Regeln und politischer Druck weisen scheinbar nur in eine Richtung – hin zur komplett verbrennerfreien Mobilität. Doch eine neue Studie aus Deutschland sieht die Rolle des Verbrennungsmotors deutlich weniger "überflüssig".
Hoffnung für Verbrenner-Fans
Die Untersuchung "Vom Rohstoff zur fossilfreien Mobilität" kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Klimaneutrale Kraftstoffe könnten den klassischen Verbrennungsmotor doch noch retten. Demnach ließe sich bereits bis 2030 rund die Hälfte des Kraftstoffbedarfs im Straßenverkehr durch erneuerbare Alternativen decken. Für 2040 gehen die Autoren noch weiter: Dann könnte rechnerisch der gesamte Bedarf fossilfrei abgedeckt werden. Autos mit Benzin- oder Dieselmotor müssten also nicht verschwinden – sie könnten mit "sauberem" Sprit weiterfahren.
Weiterfahren statt ersetzen
Ein zentraler Vorteil sogenannter Carbon Neutral Fuels (CNF): Diese Kraftstoffe lassen sich laut Studie ohne größere technische Anpassungen in bestehende Fahrzeuge und Infrastrukturen integrieren. Für Fahrer klassischer Antriebe würde das bedeuten, dass kein Zwang zum Umstieg auf neue Technik besteht, bestehende Fahrzeuge weiter genutzt werden können und auch kein flächendeckender Umbau der Tankstellen nötig wäre.