Seit September 2025 steht Katrin Adt an der Spitze von Dacia. Auf der Paris Motor Show 2026 hatte die frühere Mercedes-Managerin gleich zwei wichtige Weltpremieren im Gepäck: den neuen Elektro-Kleinwagen Spring, der künftig in Europa gebaut wird, und den Striker, mit dem Dacia in der Kompaktklasse weiter wachsen will. Beide Modelle stehen vor derselben Herausforderung: Wie lassen sich steigende Kundenansprüche und neue Technologien mit möglichst günstigen Preisen vereinbaren?
Interview mit Katrin Adt, CEO von Dacia
AUTO BILD: Sie kommen von Mercedes, wo Ingenieure immer neue Technologien entwickeln. Bei Dacia dagegen geht es häufig darum, Dinge wegzulassen. Wie groß war für Sie die Umstellung?
Katrin Adt: Das ist einfach eine völlig andere Philosophie, auf ein Produkt und auf einen Markt zu gucken. Und ich finde es immer wieder faszinierend, das zu sehen. Ich kenne aus der Zeit von Mercedes viele Tüftler, Denker und Kreative, die etwas ganz Neues erfinden, worüber der Kunde noch nie nachgedacht hat und was man dann entsprechend bepreist. Und ich kenne jetzt ganz viele Ingenieure, die sich den ganzen Tag überlegen: Was braucht dieses Fahrzeug eigentlich wirklich, und was können wir noch rausnehmen? Und was darf es kosten? Das ist eine ganz andere Denkweise.