Ein Mitsubishi-Showroom unterm Eiffelturm? Ein Subaru-Händler am Weißen Haus? Suzuki am Big Ben? Absurder Gedanke. Ein Toyota-Autohaus neben dem Reichstag aber: Das gab es wirklich. AUTO BILD erzählt die ganze seltsame, meist fröhliche Geschichte. Sie beginnt mit dem Absurdesten überhaupt: der brutalen Teilung einer Stadt. Das DDR-Regime ließ 1961 eine Mauer durch Berlin bauen. Was eben noch mittendrin war – Reichstag, Brandenburger Tor, Potsdamer Platz – war jetzt am Rand.
Auch der Schiffbauerdamm, die Straße gegenüber vom Reichstag, am anderen Ufer der Spree. Hier, direkt an der Mauer, entstand die nächste Absurdität: eine Werkstatt für Bonzen-Autos. Im "Kfz-Instandsetzungsbetrieb der Ministerratsfahrzeuge" kümmerten Ost-Berliner Mechaniker sich um dicke Volvo 264 TE und 760 und Citroën CX von SED-Größen wie Willi Stoph, Günter Mittag und Hans Modrow. 1989 fiel die Mauer, 1990 suchte der Bund nach Käufern für Ost-Liegenschaften.