Echte Begeisterung geht irgendwie anders. Denn so beeindruckend die Eckdaten des Mercedes-AMG C 63 auch sind – die Kombination aus Vierzylinder und Plug-in-Hybrid kommt bei den Kunden der schnellen Mercedes-Schwester nicht an. Stattdessen wird die 680-PS-Limousine zum Synonym für einen Keil, der zwischen "The World's Fastest Family" und ihren zahlungskräftigen Fans gerutscht ist, weil diese den eingeschlagenen Weg in die Zukunft so nicht mitgehen wollen.
Das haben sie offenbar auch in Affalterbach begriffen. "Wir hatten in den letzten zwei Jahren viele, viele Strategiesitzungen und haben ein paar Weichen neu gestellt", sagt Hausherr Michael Schiebe. Die "größte Modelloffensive aller Zeiten", die Mutter Mercedes 2025 losgetreten hat, nutzt AMG deshalb mit entsprechendem Versatz nicht nur für ein eigenes Premierenfeuerwerk, sondern auch für eine Kurskorrektur. "Mehr Passion, mehr Präsenz und mehr Performance" verspricht Schiebe deshalb für die künftigen Bollerwagen und singt damit indirekt auch den Abgesang auf den Vierzylinder mit oder ohne Plug-in-Hybrid etwa im C 63, dem es vor allem an der Passion gefehlt hat.